KI-Zusammenfassung
Das Kompetenzprofil Informatik beschreibt die Ziele und Inhalte des Informatikunterrichts an Studienkollegs. Es fördert logisches Denken und Problemlösungsfähigkeit. Die Inhalte variieren je nach Kurstyp (T, W, G/S) und umfassen Modellierung, Programmierung, Datenbanken, Rechnerarchitektur sowie den Umgang mit Standardsoftware.
1. Selbstverständnis des Faches und sein Beitrag zur Kompetenzförderung
Die Gewinnung, Speicherung, Übertragung und systematische Verarbeitung von Informationen sind Kennzeichen einer modernen Informationsgesellschaft. Das Fach Informatik leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des logischen Denkens, des Abstraktionsvermögens und der Problemlösungsfähigkeit. Je nach Kurstyp (T, W, G/S) befassen sich die Studierenden in unterschiedlicher Intensität mit der Informatik (von anwendungsbezogen bis theoretisch). Der Computer ist dabei nicht nur Werkzeug, sondern Gegenstand des Faches.
2. Kompetenzbereiche
- Modellieren und Implementieren: Analyse von Problemen, Entwurf informatischer Modelle (z. B. Klassendiagramme, ER-Diagramme) und deren konkrete Umsetzung (Programmierung, Datenbanken) sowie das Testen der Lösungen.
- Begründen und Bewerten: Verknüpfung von Aussagen durch logisches Schließen und Bewertung von Sachverhalten (z. B. Algorithmen) anhand fachlicher Kriterien.
- Strukturieren und Vernetzen: Systematische Erfassung von Gegenständen und Prozessen (z. B. Von-Neumann-Architektur) und Integration neuer Inhalte in eigene Wissensschemata.
- Kommunizieren und Kooperieren: Fachsprachliche Kommunikation, Informationserschließung und Teamarbeit in Softwareprojekten.
- Darstellen und Interpretieren: Nutzung vielfältiger Darstellungsformen (Ablaufdiagramme, Struktogramme) und deren Interpretation zur Informationsgewinnung.
3. Kompetenzerwartung (Kursspezifisch)
- T-Kurs: Unterscheidung von Zeichen, Daten, Information; Anwendung von Datentypen und algorithmischen Grundbausteinen; Entwurf, Implementierung und Testen von Programmen; Verständnis der Rechnerarchitektur.
- W-Kurs: Strukturierung von Informationen als Daten; Erstellung von Datenmodellen und Datenbanken; Nutzung von Abfragesprachen; Analyse und Darstellung von Strukturen mit formalisierten Notationen.
- G/S-Kurs: Unterscheidung von Zeichen, Daten, Information; Beurteilung unterschiedlicher Informationsdarstellungen; selbstständige Auswahl problemadäquater Anwendungen (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation).
4. Inhalte des Fachunterrichts
a) Basisinhalte
- Zeichen, Daten und Information.
- Datentypen und Datenstrukturen.
- Aufbau eines Von-Neumann-Rechners.
- T-Kurs: Algorithmische Grundbausteine, Modellierung, Implementierung.
- W-Kurs: Tabellenkalkulation, Datenbanken, Datenverwaltung.
- G/S-Kurs: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware.
b) Mögliche Ausdifferenzierungen bzw. Erweiterungen
- Formale Sprachen und Automaten.
- Datenschutz, Datensicherheit, rechtliche und ethische Aspekte.
- Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing.
- Projektmanagement und Softwareentwicklung.
- Technische Informatik, Roboterprogrammierung (T-Kurs).